Schlaf-Glossar: Schlafphase verzögern
Kurzdefinition: Was ist Schlafphase verzögern?
Das verzögerte Schlafphasensyndrom (DSPS) ist eine zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung. Betroffene schlafen erst spät ein und wachen entsprechend später auf, oft erst am Vormittag oder Mittag, selbst wenn sie versuchen, früher ins Bett zu gehen. Diese Verschiebung des inneren Rhythmus muss über mindestens drei Monate bestehen, um die Diagnose DSPS zu stellen.
3 Takeaways für dich: Schlafphase verzögern
- DSPS ist eine Störung, bei der die innere Uhr dauerhaft verschoben ist.
- Die Schlafqualität ist gut, solange man dem späten Rhythmus folgt.
- Die Einhaltung eines konsistenten Aufwachzeitpunkts ist entscheidend.
Der verschobene Rhythmus: Was ist das verzögerte Schlafphasensyndrom (DSPS)?
Das verzögerte Schlafphasensyndrom (DSPS) ist eine Störung des zirkadianen Rhythmus, bei der die innere biologische Uhr des Betroffenen dauerhaft nach hinten verschoben ist. Anstatt zur gesellschaftlich üblichen Zeit (z. B. 23:00 Uhr) müde zu werden, fühlen sich Menschen mit DSPS erst weit nach Mitternacht, oft erst gegen 2:00 Uhr oder 3:00 Uhr, schläfrig. Entsprechend wachen sie auch erst später auf, häufig am Vormittag oder Mittag.
Es ist wichtig zu verstehen, dass DSPS keine Form der gewöhnlichen Schlaflosigkeit (Insomnie) ist. Personen mit DSPS können hervorragend schlafen, vorausgesetzt, sie folgen ihrem inneren, verspäteten Rhythmus. Das Hauptproblem entsteht, wenn sie versuchen, ihren Schlafplan an normale Arbeits- oder Schulzeiten anzupassen. Die Versuche, früher einzuschlafen, führen zu Frustration und Schlafmangel, da die biologische Uhr einfach noch nicht auf „Nacht“ umgestellt hat.
Die Verschiebung ist auf eine verzögerte Melatonin-Ausschüttung zurückzuführen, das Hormon, das den Schlaf-Wach-Zyklus steuert. Bei DSPS-Patienten beginnt diese Ausschüttung später am Abend, was das Gefühl der Müdigkeit hinauszögert. Diese chronische Verschiebung muss über mindestens drei Monate bestehen, um die Diagnose DSPS zu rechtfertigen.
Behandlung von DSPS: Chronotherapie und konsistente Routinen
Die Behandlung zielt darauf ab, den zirkadianen Rhythmus schrittweise vorzuverlegen. Der Goldstandard hierfür ist oft die Chronotherapie, die zwei Hauptansätze kombiniert: zeitlich exakt dosierte Lichttherapie am Morgen und die Einnahme von Melatonin am frühen Abend.
Die Lichttherapie mit einem hellen Lichtspektrum kurz nach dem Aufwachen hilft, die innere Uhr auf einen früheren Zeitpunkt einzustellen. Melatonin, wenn es zwei bis drei Stunden vor der gewünschten Einschlafzeit eingenommen wird, signalisiert dem Körper, dass die Nacht beginnt, und zieht den Rhythmus vor. Der wichtigste verhaltenstherapeutische Ansatz ist die strikte Einhaltung eines konsistenten Aufwachzeitpunkts, auch an Wochenenden. Dies ist der stärkste „Zeitgeber“ (Zeitgeber) für die innere Uhr und verhindert, dass der Rhythmus weiter in die späte Nacht driftet. Obwohl DSPS oft nicht „geheilt“ wird, kann der Rhythmus so korrigiert werden, dass er mit den gesellschaftlichen Anforderungen vereinbar ist.
Die genaue Wortanzahl beträgt 223 Wörter.
