Schlaf-Glossar: Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Schlaf-Glossar: Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Kurzdefinition: Was ist Obstruktive Schlafapnoe (OSA)?

Die Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist eine Schlafstörung, bei der es im Schlaf wiederholt zu Verengungen oder Blockaden der oberen Atemwege kommt, was zu Atemaussetzern (Apnoen) führt. Dies wird durch die Erschlaffung der Rachenmuskulatur verursacht. Typische Symptome sind lautes Schnarchen, Atemaussetzer und starke Tagesmüdigkeit, da der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

3 Takeaways für dich: Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

  • OSA ist eine Schlafstörung durch wiederholte Blockaden der oberen Atemwege im Schlaf.
  • Häufige Symptome sind lautes Schnarchen, Atemaussetzer und starke Tagesmüdigkeit.
  • Die Standardtherapie ist die CPAP-Beatmung oder alternativ eine Unterkieferprotrusionsschiene.

Der Mechanismus der Obstruktiven Schlafapnoe: Wie die Atemwege kollabieren

Die Obstruktive Schlafapnoe (OSA) ist die häufigste Form der schlafbezogenen Atmungsstörungen und entsteht durch eine wiederholte Verengung oder vollständige Blockade der oberen Atemwege während des Schlafs. Der Hauptauslöser ist die Erschlaffung der Muskulatur in Zunge, Gaumen und Rachen. Normalerweise hält diese Muskulatur die Atemwege offen. Im Tiefschlaf jedoch sinkt der Muskeltonus ab, was bei prädisponierten Personen (z.B. Übergewicht, großer Zunge, vergrößerten Mandeln oder anatomischen Besonderheiten des Kiefers) dazu führt, dass die Weichteile in den Rachen fallen und den Luftstrom behindern oder ganz stoppen. Diese Stopps, medizinisch Apnoen genannt, dauern typischerweise 10 Sekunden oder länger. Die Folge ist ein Sauerstoffabfall im Blut (Desaturation) und eine unvollständige, wenn auch kurzzeitige, Weckreaktion des Gehirns (Arousal), um die Atmung wiederherzustellen. Obwohl die betroffene Person diese kurzen Aufwachmomente nicht bewusst wahrnimmt, fragmentieren sie den Schlaf massiv. Dies verhindert das Erreichen der wichtigen Tiefschlaf- und REM-Phasen, was zur klassischen Tagessymptomatik führt.

Folgen und Behandlung der OSA: Von Tagesmüdigkeit zur CPAP-Therapie

Die primäre Konsequenz der fragmentierten Schlafstruktur und der wiederholten Sauerstoffmangel-Ereignisse ist eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit, die in schweren Fällen zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität und einem erhöhten Unfallrisiko führen kann. Darüber hinaus stellt die OSA ein ernstzunehmendes kardiovaskuläres Risiko dar. Der ständige Stress durch die nächtlichen Atemaussetzer führt zu einem Anstieg des Blutdrucks und erhöht langfristig das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen. Die Diagnose der OSA erfolgt standardmäßig durch die Polysomnographie (Schlaflabor), die den AHI (Apnoe-Hypopnoe-Index) bestimmt, um den Schweregrad festzulegen. Die Standardtherapie für mittelschwere bis schwere OSA ist die CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure). Dabei wird über eine Maske ein kontinuierlicher, positiver Luftdruck in die Atemwege geleitet, der diese mechanisch offen hält und so Apnoen und Hypopnoen verhindert. Für leichte bis mittelschwere Fälle kann auch eine individuell angefertigte Unterkieferprotrusionsschiene eine effektive Alternative sein, da sie den Unterkiefer nach vorne verlagert und dadurch die Atemwege entsperrt.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Obstruktiven Schlafapnoe (OSA)

Was genau ist die Obstruktive Schlafapnoe (OSA)?

Die OSA ist eine Schlafstörung, bei der die oberen Atemwege während des Schlafs wiederholt blockiert oder verengt werden, was zu Atemaussetzern und einer verminderten Sauerstoffversorgung führt.

Was sind die häufigsten Symptome der OSA?

Typische Symptome sind lautes, unregelmäßiges Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer im Schlaf, starkes morgendliches Aufwachen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit.

Was verursacht die Verengung der Atemwege?

Die Blockade wird hauptsächlich durch die Erschlaffung der Rachenmuskulatur und des Weichgewebes verursacht, wodurch Zunge und Gaumen in den Rachen fallen.

Wie wird OSA diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Polysomnographie (Schlaflabor-Untersuchung) oder eine ambulante Schlafapnoe-Messung, bei der Atemmuster, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung aufgezeichnet werden.

Was ist der AHI-Wert (Apnoe-Hypopnoe-Index)?

Der AHI ist der zentrale Messwert zur Bestimmung des Schweregrads und gibt die durchschnittliche Anzahl von Atemaussetzern pro Stunde Schlaf an.

Wie wird die Obstruktive Schlafapnoe behandelt?

Die Standardtherapie ist die CPAP-Beatmung (Continuous Positive Airway Pressure), bei der über eine Maske ein positiver Luftdruck die Atemwege offen hält. Alternativen sind Unterkieferprotrusionsschienen.

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