Schlaf-Glossar: Matratze
Kurzdefinition: Was ist Matratze?
Eine Matratze ist eine gepolsterte Unterlage, die zur Verbesserung des Liegekomforts und der Unterstützung des Körpers während des Schlafs auf einem Bettrahmen platziert wird. Sie besteht typischerweise aus Materialien wie Schaumstoff, Federn oder Latex, die darauf ausgelegt sind, Druckpunkte zu entlasten und eine ergonomisch korrekte Haltung der Wirbelsäule zu gewährleisten. Die Wahl der Matratze ist entscheidend für die Schlafqualität und die allgemeine Rückengesundheit.
3 Takeaways für dich: Matratze
- Wichtig für korrekte Wirbelsäulen-Unterstützung und Druckentlastung.
- Härtegrad richtet sich nach Körpergewicht (z. B. H3 80–100 kg).
- Eine falsche Matratze kann Rückenschmerzen verursachen oder verstärken.
Die Rolle der Matratze für die Wirbelsäulengesundheit und Schlafqualität
Die Matratze ist weit mehr als nur eine weiche Unterlage; sie ist ein entscheidender Faktor für die nächtliche Regeneration und die langfristige Gesundheit der Wirbelsäule. Eine ergonomisch korrekte Matratze muss zwei Hauptanforderungen erfüllen: Sie muss die Wirbelsäule in ihrer natürlichen S-Form unterstützen – sowohl in Seiten- als auch in Rückenlage – und gleichzeitig Druckpunkte entlasten. Ist die Matratze zu hart, kann sie Schultern und Hüften nicht ausreichend einsinken lassen, was zu einer unnatürlichen Krümmung der Wirbelsäule und damit zu Verspannungen führt. Ist sie hingegen zu weich, sinkt der gesamte Körper zu tief ein, was ebenfalls die Wirbelsäule durchhängen lässt. Dieses Ungleichgewicht verhindert, dass die Bandscheiben, die tagsüber unter Belastung stehen, sich optimal mit Nährstoffen versorgen und regenerieren können. Nur durch eine hohe Punktelastizität – die Fähigkeit, nur dort nachzugeben, wo tatsächlich Druck ausgeübt wird – kann eine Matratze eine präzise Anpassung an die individuelle Körperform gewährleisten. Dies ist essenziell, um muskuläre Entspannung zu fördern und chronischen Rückenschmerzen vorzubeugen.
Härtegrade und Materialvielfalt: So findest du die passende Matratze
Die Auswahl der richtigen Matratze hängt stark von individuellen Faktoren wie Körpergewicht, bevorzugter Schlafposition und persönlichen Präferenzen ab. Der Härtegrad (H1 bis H5) ist dabei eine wichtige Orientierungshilfe, wobei dieser oft herstellerabhängig variiert. Während leichtere Personen (bis ca. 80 kg) oft mit H2 gut beraten sind, benötigen schwerere Personen (ab 100 kg) in der Regel H4 oder H5, um die nötige Stützkraft zu erhalten. Neben dem Härtegrad spielt das Material eine zentrale Rolle für Liegegefühl, Klima und Langlebigkeit. Kaltschaummatratzen bieten eine gute Punktelastizität und sind relativ leicht. Taschenfederkernmatratzen zeichnen sich durch eine hervorragende Belüftung aus und sind daher ideal für Menschen, die nachts stark schwitzen. Viscoschaummatratzen reagieren auf Körperwärme und passen sich besonders exakt an, was bei starken Schmerzen vorteilhaft sein kann, sie speichern jedoch auch mehr Wärme. Latexmatratzen, ob natürlich oder synthetisch, sind besonders langlebig und bieten eine hohe Druckentlastung. Unabhängig vom Material ist es ratsam, eine Matratze mindestens 4 bis 6 Wochen zu testen, da sich der Körper erst an die neue Unterlage gewöhnen muss.
