Schlaf-Glossar: REM-Schlaf

Schlaf-Glossar: REM-Schlaf

Kurzdefinition: Was ist REM-Schlaf?

Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ist eine der Hauptschlafphasen, die sich durch schnelle Augenbewegungen und eine erhöhte Gehirnaktivität auszeichnet, während die Skelettmuskulatur weitgehend gelähmt ist. Diese Phase macht etwa 20–25% des nächtlichen Schlafs aus und wird oft mit intensiven Träumen sowie Prozessen des Lernens und der Emotionsverarbeitung in Verbindung gebracht.

3 Takeaways für dich: REM-Schlaf

  • Wichtig für Emotionen und Lernen.
  • Macht 20–25% des Gesamtschlafs aus.
  • Gehirnaktivität ist hoch, Muskulatur gelähmt.

Die Physiologie des REM-Schlafs: Gehirnaktivität und Muskellähmung

Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ist die paradoxe Schlafphase, die sich durch eine hohe, wache Gehirnaktivität (niederfrequente, schnelle Wellen) auszeichnet, die fast dem Wachzustand ähnelt. Trotz dieser Gehirnaktivität ist der Körper fast vollständig gelähmt. Diesen Zustand nennt man Atonie, und er wird durch spezifische Neurotransmitter im Hirnstamm ausgelöst, die motorische Neuronen blockieren, um zu verhindern, dass wir unsere Träume körperlich ausleben. Die Atonie ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Physiologisch ist der REM-Schlaf durch die charakteristischen schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet, die unter den geschlossenen Lidern stattfinden, sowie durch eine unregelmäßigere Atmung und Herzfrequenz. Diese Phase tritt typischerweise in Zyklen von etwa 90 Minuten auf und wird im Verlauf der Nacht immer länger, wobei sie insgesamt 20–25 % der gesamten Schlafzeit bei Erwachsenen ausmacht. Eine unzureichende REM-Dauer kann zu Konzentrations- und Stimmungsproblemen führen.

REM-Schlaf: Die Rolle bei Emotionen, Lernen und Gedächtniskonsolidierung

Die primäre Funktion des REM-Schlafs liegt in der kognitiven Verarbeitung, insbesondere im Bereich von Emotionen und Lernen. Während dieser Phase konsolidiert das Gehirn prozedurales Gedächtnis und komplexe, emotional geladene Informationen. Es wird angenommen, dass das Gehirn im REM-Schlaf eine Art „emotionale Reinigung“ durchführt, indem es Erinnerungen reaktiviert, aber die damit verbundenen emotionalen Komponenten abschwächt. Dadurch können belastende Erfahrungen verarbeitet werden, ohne dass die physiologische Stressreaktion (wie beim Wachzustand) ausgelöst wird. Die intensive Traumerfahrung, die typisch für den REM-Schlaf ist, spielt ebenfalls eine Rolle bei der Kreativität und der Problemlösung, da das Gehirn scheinbar neue Verbindungen zwischen verschiedenen Informationen herstellt. Ein gesunder REM-Anteil ist daher entscheidend für die geistige Leistungsfähigkeit und das psychische Wohlbefinden.

Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum REM-Schlaf

Was bedeutet REM-Schlaf?

REM steht für „Rapid Eye Movement“ (schnelle Augenbewegung) und ist eine Hauptschlafphase, die durch eine hohe Gehirnaktivität, schnelle Augenbewegungen und eine nahezu vollständige Lähmung der Skelettmuskulatur gekennzeichnet ist.

Wie viel REM-Schlaf braucht ein Erwachsener?

Bei gesunden Erwachsenen macht der REM-Schlaf etwa 20 bis 25% der gesamten Schlafzeit aus, was bei 7–8 Stunden Schlaf ungefähr 1,5 bis 2 Stunden entspricht.

Welche Funktion hat der REM-Schlaf?

Er ist essenziell für die geistige Erholung, die Verarbeitung von Emotionen, das Lernen und die Konsolidierung des prozeduralen Gedächtnisses.

Treten Träume nur im REM-Schlaf auf?

Nein, Träume können in allen Schlafphasen auftreten. Allerdings sind die Träume im REM-Schlaf meist intensiver, lebhafter und besser erinnerbar.

Was ist eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung?

Dies ist eine Schlafstörung, bei der die normale Muskellähmung (Atonie) im REM-Schlaf fehlt. Betroffene neigen dazu, ihre Träume körperlich auszuleben (Schlagen, Treten, Schreien).

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