Schlaf-Glossar: Schlafphase
Kurzdefinition: Was ist Schlafphase?
Eine Schlafphase, oft als Schlafstadium bezeichnet, ist eine bestimmte Phase innerhalb eines Schlafzyklus, die sich durch unterschiedliche physiologische Merkmale auszeichnet (z. B. Gehirnaktivität, Augenbewegungen und Muskeltonus). Grundsätzlich unterscheidet man vier Stadien: die Einschlafphase, die Leichtschlafphase, die Tiefschlafphase (Non-REM) und die Traumschlafphase (REM-Schlaf). Jede Phase erfüllt spezifische Funktionen für die körperliche und geistige Erholung.
3 Takeaways für dich: Schlafphase
- Vier Hauptstadien: Einschlaf, Leichtschlaf, Tiefschlaf (Non-REM) und Traumschlaf (REM).
- Jede Phase ist wichtig für die körperliche und geistige Erholung.
- Der gesamte Zyklus wiederholt sich 4–6 Mal pro Nacht.
Die zwei Hauptformen: Non-REM vs. REM-Schlaf
Die Schlafphase, medizinisch als Schlafstadium bezeichnet, ist die grundlegende Einheit des nächtlichen Schlafes, wobei sich der gesamte Schlaf in Zyklen von ca. 90 Minuten wiederholt. Man unterscheidet primär zwischen zwei Hauptformen: dem Non-REM-Schlaf (NREM) und dem REM-Schlaf (Rapid Eye Movement). Non-REM-Schlaf ist dabei die dominierende Form in den ersten Zyklen der Nacht und umfasst die Stadien N1 (Einschlaf), N2 (Leichtschlaf) und N3 (Tiefschlaf). Der Non-REM-Schlaf, insbesondere der Tiefschlaf (N3), ist physiologisch von entscheidender Bedeutung für die körperliche Erholung. Während dieser Phase verlangsamen sich Herzfrequenz und Atmung, die Muskeln entspannen sich maximal und der Körper repariert Gewebe, baut Knochen auf und schüttet Wachstumshormone aus. Er dient der Wiederherstellung der physischen Kapazitäten und ist eng mit dem Abbau des sogenannten Schlafdrucks (homöostatischer Schlafdruck) verbunden, der durch die Ansammlung von Adenosin im Gehirn entsteht.
Die Rolle des Tiefschlafs (N3) für körperliche und geistige Regeneration
Unter den Schlafphasen nimmt der Tiefschlaf (Stadium N3 oder SWS – Slow-Wave Sleep) eine Sonderstellung ein. Er ist die Phase, in der die Gehirnwellen extrem langsam und synchron schlagen (Delta-Wellen). Diese Phase ist nicht nur, wie oben erwähnt, essenziell für die körperliche Reparatur, sondern spielt auch eine kritische Rolle bei der Gedächtniskonsolidierung, insbesondere beim deklarativen Gedächtnis (Faktenwissen). Eine unzureichende Menge an Tiefschlaf, oft verursacht durch unregelmäßige Schlafzeiten, Stress oder bestimmte Schlafstörungen, kann die körperliche Leistungsfähigkeit und das Immunsystem schwächen. Typischerweise dominiert der Tiefschlaf die erste Hälfte der Nacht.
Der REM-Schlaf: Traumschlaf und Emotionsverarbeitung
Der REM-Schlaf, oft als Traumschlaf bezeichnet, macht etwa 20–25 % der gesamten Schlafzeit eines Erwachsenen aus und tritt in späteren Zyklen häufiger und länger auf. Im Gegensatz zum Tiefschlaf ist die Gehirnaktivität im REM-Schlaf der des Wachzustandes sehr ähnlich, weshalb diese Phase auch als paradoxer Schlaf bezeichnet wird. Charakteristisch für diese Phase sind die schnellen, unwillkürlichen Augenbewegungen hinter geschlossenen Lidern (Rapid Eye Movement) und eine nahezu vollständige Lähmung der Skelettmuskulatur (Atonie), die verhindert, dass wir unsere Träume ausleben. Die Hauptfunktion des REM-Schlafs liegt in der kognitiven Verarbeitung, der Konsolidierung des prozeduralen Gedächtnisses (Fähigkeiten) und der Regulierung von Emotionen. Er gilt als entscheidend für die psychische Erholung und Lernprozesse.
